Das Amazon Private Label Business: Verkaufe deine eigene Marke – Gastbeitrag

2016: Private Labeling heißt das neue Zauberwort. Der Trend kommt ursprünglich aus den USA, wo Private Labeling als Geschäftsmodell bei Solopreneuren sehr beliebt ist. Nicht zuletzt, weil sich in kurzer Zeit ansehnliche Erträge erwirtschaften lassen. In Amerika gibt es tausende Unternehmer, die dank Private Label Produkten ihre erste Schritte in die Selbständigkeit gewagt haben.

Leicht angepasste Produkte mit Label versehen und als Eigenmarke verkaufen

Private Label Produkte werden von E-Commerce Händlern in einer beliebigen Fabrik in Auftrag gegeben. Häufig ist dies in China, USA oder dem europäischen Ausland. Bei der Herstellung wird nur wenig an den verfügbaren Produkten angepasst und anschließend mit dem eigenen Markenlabel versehen.

Im Fall von Schuhen wäre also nicht Nike der Hersteller, sondern „MeineMarke“. Natürlich dürfen dabei keine Rechte von Nike verletzt werden. Oft sind die Produkte aber viel einfacher als Turnschuhe und können problemlos produziert werden.

Als Eigentümer von „MeineMarke“ kontrolliert ein Private Label Verkäufer alle Produkte die unter diesem Namen auf den Markt kommen. Der Private Labeler ist daher auch für das Bekanntmachen der Marke verantwortlich.

Der große Vorteil am Vertrieb: Dank dem „Versand durch Amazon“ fallen für den Private Labeler praktisch keine Arbeiten an, die er selber auf die Beine stellen müsste. Er kann im Prinzip alles vom Wohnzimmer aus steuern, da keine eigenen Angestellten oder Produktionsstätten gebraucht werden.

Warum ist Private Label so ein attraktives Geschäftsmodell?

Ein professioneller Verkäuferzugang auf der Amazon Plattform kostet gerade mal 40€ monatlich. Die Kosten der Warenbestellungen sind abhängig vom Produkt. Wer Verpackung und Label selbst gestalten kann, kann schon mit rund 500€ starten. Ein solch kleines Startkapital ist für viele „Jungunternehmer“ ein großer Vorteil.

Empfehlenswert ist allerdings ein Startkapital von 3000€, um alle Kosten zu decken und mit einer ausreichend großen Warenbestellung die Amazon Karriere zu beginnen.
Ein eigenes Lager ist nicht nötig, da „Versand durch Amazon“ diese Leistung übernimmt. Das erspart Arbeitszeit und macht Private Labeling zu einem sehr flexiblen Modell. Die wohl bekannteste Dienstleistung die Amazon anbietet, heißt „Amazon Prime“. Damit erhalten Kunden Ihre Ware durch eine Mitgliedschaft versandkostenfrei in vielen Fällen und auch schneller als per Standardversand.

Prime ist das Gegenstück zu „Versand durch Amazon“ also FBA auf der Verkäuferseite und in Deutschland seit 2007 verfügbar. Wer Amazon die Logistik überlässt bekommt das begehrte blaue Label für seine Produkte und versendet so seine Produkte direkt aus den Lagern von Amazon.
Mit den Worten von Amazon:

Artikel mit dem Hinweis „Versand durch Amazon“ werden bei einem Drittanbieter gekauft, aber von einem unserer Logistikzentren an Sie verschickt. Hierzu zählen auch Artikel, die Sie über Amazon.de Warehouse Deals erwerben.
Für alle von uns verschickten Artikel gelten die üblichen Versandbedingungen, (…) Amazon Prime-Mitglieder profitieren von einem kostenlosen Premiumversand ohne Mindestbestellwert.

(Quelle)

Wie funktioniert das Geschäftsmodell mit Amazon?

Der Ablauf lässt sich in wenigen Schritten erklären, auch wenn es im Detail später mehr zu beachten gibt.

Zusammengefasst sieht es dann so aus:

  1. Geschäftsnische (z.B. Fitness, Küche, Auto,…) auswählen und sich einen Markennamen und Logo ausdenken / kaufen
  2. Produkt auswählen das du verkaufen möchtest (Achtung: Nur Produkte ohne Patent wählen oder eine Lizenz erwerben)
  3. Hersteller suchen (Häufig in China, je nach Produkt aber auch in Deutschland oder USA zu finden)
  4. Mehrere Hersteller anschreiben und gegen kleines Geld Muster schicken lassen.
  5. Qualität der Kommunikation und Muster bewerten und sich für den passenden Zulieferer entscheiden.
  6. Gewünschte Menge des Produkts bestellen und mit einem eigenen Logo bedrucken lassen (eventuell Verbesserungen).
  7. Erneut Qualität überprüfen
  8. Produktangebot auf Amazon erstellen inklusive Fotos etc.
  9. Alles zu Amazon ins Warenlager schicken
  10. Werbung schalten und Verkauf starten

Natürlich hätte jeder dieser Schritte seinen eigenen Beitrag verdient. Detailinfos findest du auf www.privatelabeljourney.de

Als erstes steht also immer eine Idee für ein neues Produkt oder ein bereits bestehendes, das man vielleicht unter der eigenen Marke besser machen könnte. Durch eine günstige Produktion und geschicktes Marketing können so Profitmargen bis zu 50% erreicht werden. Häufig landet man eher bei 20 – 30% Gewinn pro Verkauf, was aber immer noch reichlich ist im Vergleich zu klassischem Einzelhandel oder Dropshipping.

Herstellersuche auf der chinesischen Wholesale-Plattform „Alibaba“

Private Label Produkt Beispiel

Wie viel Arbeit ist im Prozess involviert?

Wie in jedem Business, egal ob online oder offline, kommt es viel auf Kreativität und Effizienz an. Ist eine Idee wirklich gut oder ein Produkt sehr hochwertig und auch gefragt, reicht schon sehr wenig Arbeit, um große Umsätze zu erzielen.Steigt man in einen langsameren Markt ein oder „verwählt“ sich bei seinem ersten Produkt, muss härter gearbeitet, mehr gekämpft und Durchhaltevermögen bewiesen werden, um auf die Überholspur zu gelangen.

Im Allgemeinen kann man sagen, das Amazon FBA und das damit verbundene Private Labeling weniger Zeit erfordern als andere Geschäftsmodelle. Wie immer im Leben kann man sich auch hier Zeit ersparen, beispielsweise durch Outsourcing, Software wie Marketplace Analytics, oder auch bezahltes Coaching von einem Profi.

Die erste Lieferung deines Private Label Produkts!

Private Label Lieferung

Aber auch Bootstrapping ist möglich und kann durchaus erfolgreich sein. Die meiste Zeit und Arbeit erfordert dieses Geschäftsmodell vorab zu Beginn der Reise. Die Produktsuche, das Listing, der Produkt Launch und all diese Dinge müssen nur einmal erledigt werden und minimieren sich dann.
Wer also nur wenig unterschiedliche Produkte verkauft, der kann zumindest nach einer gewissen Anfangsphase durchaus von einem (teilweise) passiven Einkommen sprechen. Amazon übernimmt den Versand, das Lager und sogar den größten Teil des Kundenservice für die Verkäufer.

Hat man diesen Punkt erreicht und möchte keine weiteren Produkte auf den Markt bringen, begrenzt sich die Arbeit auf einige Stunden in der Woche. Hauptsächlich Kundenservice, Überwachung der Werbeanzeigen und nachbestellen des verkauften Lagerbestandes.

Für wen ist Private Label eigentlich geeignet?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, Private Label eignet sich durchaus für eine breite Gruppe von Personen. Dazu gehören:

  • Digitale Nomaden: Amazon FBA lässt sich aus jedem Land betreiben in dem man Internet Zugang hat. Somit ist es für Reisende perfekt geeignet.
  • Selbstständige in anderen Bereichen: Wer bereits einen Betrieb hat und davon lebt kann sich seine Zeit frei einteilen und so nebenbei ein zweites Standbein aufbauen. Gerade in Krisenzeiten bietet das zusätzliche Sicherheit.
  • Online Marketer: Expertise im Online Marketing Bereich zahlt sich natürlich aus. Es erleichtert die Bewerbung der Produkte, Erstellung eigener Webseiten und mehr.
  • Voll- und Teilzeit Beschäftigte: Das ein Private Label Business zeitunabhängig zu verwalten ist, kann es auch im Nebenerwerb vor oder nach der Arbeit ausgeübt werden. So kann man sich etwas aufbauen, ohne seine geregelte Erwerbstätigkeit aufgeben zu müssen.
  • Investoren: Menschen mit viel Geld und wenig Zeit: Viele FBA’ler machen das Private Labeling Modell nebenbei oder erst seit kurzem und haben viel Wissen und Erfahrung, aber wenig Geld. Investiere in einen Service oder ein gemeinsames Produkt, die Margen lohnen sich.
  • Studenten: Auch mit kleinem Budget und dafür mehr Zeitaufwand kann das Ganze funktionieren. Starte als Wiederverkäufer und spare den Gewinn für ein erstes Private Label Produkt.
  • Software und Serviceanbieter: Nicht Risikofreudig genug oder es mangelt am Einstiegskapital? Dann biete doch einen Service an, so wie Marketinghilfe oder PPC Management. Stufe Zwei wäre dann natürlich der Verkauf passender Software dazu.

Amazon FBA: Die Entwicklung eines massiven Trends von den USA nach Deutschland

In den USA gibt es den Trend hin zur Nutzung von Amazon FBA Dienstleistungen in Kombination mit Private Labeling schon seit mehreren Jahren. Dort sind einige Produktnischen, die es in Deutschland noch zu erobern gibt, bereits total überlaufen.
Nach amazon.com ist Deutschland die zweitgrößte Plattform was den Umsatz betrifft. Japan, Canada, Mexico und der Rest von Europa folgen auf weiteren Plätzen mit geringerer Nachfrage.

Wo finde ich weitere Informationen über Private Label Selling?

Weil Private Labeling in den USA schon länger betrieben wird, gibt es im englischsprachigen Raum weitaus mehr Informationen, Blogs, Podcasts und Software Angebote als in Deutschland. Langsam schwappt der Trend jedoch über den großen Teich auch zu uns herüber. Neben verschiedenen Facebook Gruppen etablieren sich mittlerweile auch die ersten Blogs und Podcasts am Markt.
So wird die Thematik inzwischen nicht mehr nur nebenbei auf diversen „Geld verdienen im Internet“ Foren diskutiert, sondern hat sich als ernst zunehmendes und seriöses Business herausgestellt.

Eines der ersten deutschen Angebote ist PrivateLabelJourney.de, wo es ein umfassendes Arsenal an kostenlosen Blogposts, Podcast Episoden und Videos zu erkunden gibt. Der Verkauf auf Amazon in Verbindung mit Private Label und FBA wird dort von allen Seiten beleuchtet und diskutiert.

Die Private Label Journey Podcasts bieten viele Infos zum Thema „Private Labeling“

Ist es zu spät, jetzt noch ins Amazon Geschäft einzusteigen?

Vielleicht wäre es vor zwei Jahren einfacher gewesen. Vielleicht aber auch nicht.

Momentan befinden sich Amazon FBA Verkäufer in der komfortablen Situation, dass der Markt vorhanden ist und die Geschäftsidee bekannt. Natürlich kommt damit auch die Konkurrenz. Heutzutage gibt es viele gute Kurse oder kostenlose Infos, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Wer also bereit ist, Zeit und Geld zu investieren in Know-How und die nötige Software, für den ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, zu starten. Ein gesunder Wettbewerb regt die Kreativität an und selbst der riesige US Markt bietet noch Potential.

Die europäischen Märkte außerhalb von Deutschland und UK sind bisher kaum angetastet. Das bedeutet Frankreich, Spanien, Italien, aber auch Japan stehen als freies Feld zur Eroberung bereit. Mit ein wenig Biss sind aber auch Erfolge auf den populären Marktplätzen machbar.Jeden Monat werden hunderte oder gar tausende neuer Produkte zum Verkauf auf Amazon angeboten und dennoch tauchen auch immer wieder Erfolgsgeschichten von neuen Verkäufern auf.Das sollte nicht verwechselt werden mit blauäugigem Rennen ins eigene Verderben, sondern eher mit einem gut durchdachten Produkt und einem umfangreich informierten Start ins eigene Business.

FBA und Private Label ist nicht das schnelle Geld im Internet, sondern eine Chance, die genutzt werden möchte. Jetzt bis du dran. Leg los und nutze deine Chance!

Über den Author

Thomas Albiez hat 7 Jahre als Suchmaschinenexperte gearbeitet, bevor er sich mit seinen Google AdSense Projekten selbständig gemacht hat. Sein Einkommen ist zu 95% passiv, was genügend Zeit freiräumt, sich grösseren E-Commerce Projekten zu widmen. Die Möglichkeit, mit Amazon Fullfillment schnell in große Umsätze zu wachsen reizt ihn besonders.

„Private Label Journey“ Gründer Thomas Albiez

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About Marketplace Analytics

Marketplace Analytics ist die führende Analyseplattform für Hersteller und Händler um erfolgreicher auf Amazon zu verkaufen. Als weltweit erste Software ermöglicht Marketplace Analytics die Auswertung und Optimierung der Rankings auf Amazon. Neben der Rankingoptimierung bietet Marketplace Analytics die Möglichkeit, Produktbewertungen zu verwalten, Preise und Verkäufer zu beobachten sowie Wettbewerber genau im Blick zu behalten. Marketplace Analytics wird sowohl von multinationalen Konzernen als auch von kleinen „Amazon only“ Verkäufern intensiv genutzt um ihren Erfolg auf Amazon zu steigern.

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